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ADORBOND CC

    CE 0197
Metallkeramik-Legierung

  • Nickel- und berylliumfrei
  • Ohne zelltoxisches Potential
  • Problemlose Verarbeitung
  • Geeignet für große Spannweiten
  • Exzellentes Preisleistungsverhältnis
  • Geprüfte Biokompatibilität
  • Sehr gute Keramikverbundfestigkeit
  • Geringe Härte 285 HV

ADORBOND CC ist eine biokompatible NEM-Aufbrennlegierung auf Kobalt-Basis. Die Legierung ist frei von Nickel, Beryllium und Gallium und entspricht in ihren Eigenschaften den Anforderungen der Normen EN ISO 22674, Typ 4, und 9693 für Aufbrennlegierungen. Aufgrund der geringen Härte von 285 HV 10 lässt sich ADORBOND CC gut bohren, fräsen und polieren und eignet sich daher besonders gut für Primärsituationen.

Zusammensetzung
Masse %
   
Kobalt
62,0%
Chrom
25,0%
Molybdän
3,0%
Wolfram
8,0%
Silizium
1,0%
Elemente < 1%  
FE, Ce  

 

Technische Daten (Richtwerte)
   
Dichte g/cm3 8,3
Vickershärte HV 10 285
Ausdehnungs-
koeffizienz
25–500 °C (10-6 K-1)
20–600 °C (10-6 K-1)
13,9
14,0
Schmelzintervall °C 1300–1370
Gießtemperatur °C ca. 1470
Dehngrenze MPa 490
Elastizitätsmodul N/mm2 ca. 210.000
Bruchdehnung A5 % 10

 

Verarbeitungsanleitung
Modellieren
Wachsmodellation wie gewohnt ausführen jedoch Wandstärken unter 0,35 mm vermeiden. Gusskanäle indirekt führen. Für die Gusskanäle runde Wachsdrähte mit ø 2–2,5 mm für Einzelkronen und ø 2,5–3 mm für Brücken verwenden. Für große Arbeiten ab 4 Gliedern Verteilerkanal mit ø 3,5–4 mm, bei massiven Zwischengliedern bis ø 5 mm verwenden.
Einbetten und Gießen
Geeignet sind phosphatgebundene Kronen- und Brückeneinbettmassen. Vorwärmtemperatur 850–900 °C, Haltezeit bei Endtemperatur min. 30 Minuten. Bedienungsanweisung für die Gießmaschine beachten. Für ADORBOND CC stets einen gesonderten Keramiktiegel verwenden um Verunreinigungen durch andere Legierungen zu vermeiden. Tiegel nach jedem Guss reinigen. Gießvorgang auslösen, wenn alle Würfel zusammengelaufen sind und die Schmelze gleichmäßig hell wird. Aufschmelzen mit der Flamme stets in der reduzierenden Zone mit kreisenden Bewegungen des Brenners. Guss auslösen, wenn sich die Schmelze durch den Flammendruck bewegt. Muffel auf Handwärme abkühlen lassen und ausbetten.
Aufbrennen der Keramik

Es können die handelsüblichen Aufbrennkeramiken für Kobalt-Aufbrennlegierungen verwendet werden wie z.B. die der Hersteller Vita, Ivoclar, De Trey Dentsply oder Ducera. Bitte beachten Sie die zugehörige Arbeitsanweisung.
Nach dem Ausarbeiten:

  1. Gerüstoberfläche im Griffelstrahler mit Aluminium-Oxid 100 oder 250 µm abstrahlen.
  2. Gerüst in destilliertem Wasser mit Ultraschall oder mit Entfettungsmittel Ethylacetat reinigen.
  3. Oxidbrand 5 Minuten bei ca. 960 °C. Nach dem Brand grundsätzlich die Oxidschicht wieder abstrahlen!
  4. Washbrand dünn auftragen, erst zweiten Grundmassebrand gleichmäßig deckend aufbrennen. Pastenopaker vor dem Aufheizen immer gründlich trocknen lassen.
  5. Aufbrennen nach Angaben des Herstellers der verwendeten Keramikmasse.
  6. Bei Langzeitabkühlung nach jedem Dentin-, Korrektur- und Glanzbrand (Kühlphase bis ca. 750 °C) durchführen.
Schlussarbeiten
Nach dem Aufbrennen der Keramik unverblendete Gerüstanteile gummieren und mit einer Polierpaste für Kobaltlegierungen oder rotierenden Polierwerkzeugen zum Hochglanz polieren.
Löten und Schweißen
Löten vor dem Brand mit dem ADOR CC-Lot und Hochtemperatur-Flussmittel. Laserschweißen mit Co-Cr-Laserschweißdraht.
Sicherheitshinweise
Metallstaub ist gesundheitsschädlich. Beim Ausarbeiten und Abstrahlen Absaugung benutzen.
Gewährleistung
Diese anwendungstecnischen Empfehlungen beruhen auf eigenen Versuchen und Erfahrungen und können daher nur als Richtwerte angesehen werden. Der Benutzer ist für die korrekte Verarbeitung der Produkte selbst verantwortlich.
Revisionsnummer: Rev. B/17.08.11

 

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